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KATER
Dies sollte bei Kater eigentlich einfach festzustellen sein, denn wenn im Hodensack (Skrotum) Hoden zu sehen sind, ist er 'intakt'. MEINT MAN ZUMINDEST! Doch es gibt erstaunlich oft Fälle von Kryptorchismus. Spätestens wenn die Kastration eines Katers näher rückt, wird gar nicht mal so selten bemerkt, dass im Hodensack nur ein oder teilweise auch kein Hoden zu finden ist. In diesem Fall liegt oft eine Störung des Hodenabstiegs (Maldescensus testis) vor, wodurch die oder der Hoden nicht vollständig in den Hodensack abgestiegen ist/sind und im Leistenkanal oder im Bauchraum liegen. In diesem Fall spricht man von Kryptorchismus und unterscheidet, je nach Lage, den inguinalen (Hoden im Leistenkanal) und den abdominalen (Hoden im Bauchraum) Kryptorchismus.
Leider kommt es ab und an vor, dass bei der Kastration ein nicht abgestiegener Hoden gar nicht entfernt wird. Bei Katzen aus dem Ausland kommt dies öfters vor. Dann wundern sich Besitzer, weshalb ihr Kater weiterhin streunt, alles markiert und generell katertypische Verhaltensweisen an den Tag legt. Unwissend, dass ihr vermeintlich kastrierter Kater, noch immer intakte oder einen intakten Hoden im Bauch oder in der Leiste hat, welche/r Testosteron produzieren.
Als einfachstes diagnostisches Kriterium kann der Penis auf das Vorhandensein von Penishaken untersucht werden. Hierzu ist der Penis von einem Tierarzt entsprechend vorzulagern. Die Haken sind ein eindeutiges Indiz für endokrin-aktives Hodengewebe. Nach einer Kastration bilden sie sich nach ca. 6 Wochen zurück. In Zweifelsfällen (z.Bsp. undeutliche Haken) ist zudem ein GnRH- oder hCG-Stimulationstest sinnvoll.

Durch die hohe Körpertemperatur in der Leistengegend oder im Bauchraum können die innenliegenden Hoden keine befruchtungsfähigen Spermien erzeugen. Temperaturen über 36 Grad verhindern die Spermiogenese (Reifung der Spermien).
Bei den im Körper verbliebenen Hoden ist etwa ab dem ersten Lebensjahr das Risiko stark erhöht, dass es zur Bildung von Tumoren kommt. Liegen die Hoden in der Bauchhöhle ist das Risiko höher, als wenn sie im Leistenkanal liegen. Entsprechend sollten auch innenliegende Hoden spätestens mit Eintritt der Geschlechtsreife entfernt werden.
Mittel der Wahl ist beim Kater die Kastration mit Entfernung der innenliegenden Hoden. Hierzu muss bei abdominalem Kryptorchismus die Bauchhöhle geöffnet und der Hoden gesucht werden. In den meisten Fällen liegt er hinten seitlich auf Höhe des Blasenhalses und kann dort abgebunden werden, selten befindet er sich unmittelbar hinter den Nieren. Im Idealfall gibt eine vorhergehende Ultraschalluntersuchung Aufschluss über die genaue Lage.
Handelt es sich um inguinalen Kryptorchismus kann das Ertasten des meist in der Grösse reduzierten Hodens durch das Fettgewebe, das Kater häufig in der Leistengegend aufweisen, schwierig sein. Kann der Hoden ertastet werden, wird der Hautschnitt direkt darüber ausgeführt, der Hoden vorgelagert und abgebunden.
Die Kastration eines Katers mit Kryptorchismus ist aufwändig und sollte nur von einem Tierarzt durchgeführt werden, welcher chirurgische Erfahrung mit dem Eingriff hat.
KÄTZIN
Bei einer Kätzin wird's optisch schon schwieriger. Denn die Suche nach einer Operationsnaht ist nicht mehr aussagekräftig, da viele Tierärzte mittlerweile zum Glück nur noch sehr kleine Schnitte setzen und die Naht nach einiger Zeit gar nicht mehr sichtbar ist. Indiz auf eine unkastrierte Kätzin, bzw. auf das Ovarian-Remnant-Syndrom kann das Verhalten des Tieres geben, welches weiterhin hormonell intakt ist und Anzeichen von Rolligkeit zeigt.
Zuverlässiger ist ein LH Test. Dies ist ein immunochromatographischer Schnelltest zum qualitativen Nachweis des luteinisierenden Hormons (LH) im Serum von Hund und Katze. Das luteinisierende Hormon (LH), ein Peptidhormon, gehört zu den Sexualhormonen und hat sowohl Einfluss bei weiblichen (Förderung und Auslösung des Eisprungs) als auch bei männlichen Tieren (Förderung der Spermienreifung). Ein positives Ergebnis bei einer Hündin oder Kätzin ohne Eisprung zeigt an, dass die Ovarien entfernt wurden. Ein negatives Ergebnis zeigt mit grosser Verlässlichkeit intakte Ovarien oder Reste von Eierstöcken an.
Leider tritt dann das Ovarian-Remnant-Syndrom (Eierstockrest-Syndrom) auf. Ein Krankheitsbild, das infolge verbliebener Reste der Eierstöcke nach einer Eierstockentfernung (Ovariektomie) entsteht, wenn nicht sauber operiert wurde. Es kann entweder durch unvollständige Entfernung der Eierstöcke (dann besser als Residual-Ovary-Syndrom zu bezeichnen) oder durch in der Bauchhöhle verbliebenes versprengtes (ektopes) Eierstockgewebe entstehen.
Die Therapie besteht einzig in der chirurgischen Entfernung des Restgewebes und sollte nur durch einen erfahrenen Tierarzt vorgenommen werden.Informationen zum Artikel Views: 6915 Erstellt: 29.03.2020 Geändert: 24.08.2020 -
Katzenkot im Garten führt gerade in den Sommermonaten oftmals zu Spannungen
Ärger ist häufig vorprogrammiert, wenn Katzen neu angelegte Beete aufscharren und ihre Notdurft darin verrichten. Dies führt dazu, dass vielen Gartenbesitzern der Kragen platzt und die Tiere mit ganz unterschiedlichen Methoden zu vertreiben versuchen.
Eine erstaunliche Tatsache aber ist vor allem Folgende: Die wenigsten 2-Beiner suchen das Gespräch mit dem Besitzer. Uns erreichen viele Anrufe mit der Frage: Wie kann ich die Nachbarskatzen aus meinem Garten vertreiben? Und die Emotionen kochen zum Teil hoch - richtig hoch! Wir hatten schon einige Fälle, in welchen Katzenhalter um das Leben ihrer Tiere fürchteten und umgekehrt, verärgerte Gartenbesitzern zu unmöglichen Mitteln griffen!
Wir stellen immer erst folgende Frage: Wissen Sie, wem das Tier/die Tiere gehören und haben Sie schon das Gespräch gesucht? Die Antwort lautet in den meisten Fällen: Nein!
Kann der Besitzer ausfindig gemacht werden = Gespräch suchen. Sollte sich herausstellen, dass es sich um (eine) verwilderte Katze(n) handelt, kontaktieren Sie den Tierschutz.
Für Gartenbesitzer gilt: Suchen Sie das Gespräch mit den Tierbesitzern. Bitte stürmen Sie nicht bei erneutem Fund von Katzenkot oder aufgewühlten Blumenbeeten direkt los, sondern atmen Sie zuerst mehrmals tief durch, trinken noch eine Tasse Kaffee* oder lenken sich ab, bevor Sie das Gespräch suchen. Bleiben Sie sachlich und erklären das Problem.
Für Katzenbesitzer gilt: Versuchen Sie bei einer (ersten) Konfrontation mit aufgebrachten Nachbarn ruhig und sachlich zu bleiben und bekunden Sie - auch wenn es zum Teil schwer fallen mag - Verständnis für die Situation. Denn es ist nachvollziehbar, dass es einen Hobbygärtner ärgert, wenn seine gehegten und gepflegten Beete verkotet und zerscharrt werden.
Katzenklos Zuhause auch für Freigänger!
Obwohl eigentlich selbstverständlich, aber es muss an dieser Stelle dennoch erwähnt werden, sofern dies noch nicht geschehen ist: stellen Sie ihrer Katze im Haus/in der Wohnung ein Katzenklo zur Verfügung. Pro Katze benötigt es mindestens 1 Katzenklo, besser 2... oder 3 ;). So erstaunlich es klingt, aber viele Katzenbesitzer mit Freigängern halten es schlicht für unnötig, Katzenklos bereitzustellen. Dann ist natürlich klar, dass die Katze Nachbars Garten bevorzugt, denn Zuhause gibt es ja keine Möglichkeit.
Experimentieren Sie mit den verschiedenen Modellen und mit der Katzenstreu. Stellen Sie mehrere, verschiedene Katzenklos auf und testen Sie wo und welche(s) ihre Katze am liebsten benutzt. Die meisten Katzen bevorzugen offene Modelle. Und gerade bei älteren Tiere ist es wichtig, dass sie möglichst eben Zugang haben und nicht hohe Ränder überklettern müssen. Das Katzenklo Zuhause ist natürlich täglich zu reinigen, sonst zwingt das stinkende Kistchen ihre Katze geradezu wieder in Nachbars Garten.
Für beide Parteien gilt: Sich gegenseitig Vorwürfe machen oder das Problem nicht anerkennen führt lediglich zu noch grösseren Spannungen und es gilt zu beachten, dass beide Parteien, wenn die Fronten erst mal verhärten, zu drastischen Mitteln greifen (können). Dies wiederum führt dazu, dass Tiere unnötig verängstigt, verletzt oder gar getötet werden. Deshalb: Bleiben Sie ruhig und besprechen Sie zusammen mögliche Lösungen und das weitere Vorgehen.
Warum machen das Katzen eigentlich?
Die Antwort ist relativ einfach. Katzen wissen, instinktiv, auch wenn sie noch nie ein Katzenklo mit Sand gesehen haben, dass dies als Klo benutzt werden kann. Anders als bei Hunden, benötigen Katzen in der Regel kein 'Töpfchentraining'. Die Antwort liegt in den Genen. Katzen stammen von Falbkatzen, welche Wüstentiere sind, ab. Und was gibt es in der Wüste? Richtig! Sand! Und zwar jede Menge davon. Sand und Felsen wären der natürliche Lebensraum. Da bei uns keine Sanddünen vorhanden sind, tut es auch ein frisch umgegrabenes Blumenbeet. Hauptsache nicht nass und nicht voller Gras! Das ist der Grund, weshalb so viele Katzen sich auf jedem grasfreien Stückchen 'Erde' versäubern. Es kommt einer sandigen Fläche am nächsten.Wenn man dies weiss, dann kann man entsprechende Alternativen bieten.
Düfte welche Katzen nicht mögen
Eine Möglichkeit, um Katzen von bestimmten Orten fernzuhalten, ist die Verwendung von Düften, die auf die empfindlichen Nasen widerlich wirken. Clever eingesetzt, werden die Tiere schon nach kurzer Zeit lernen, wo es ihnen buchstäblich stinkt. Ein probates Mittel sind *Kaffeesatz und Rindenmulch. Stubentiger mögen diese Gerüche nicht.
Möchten Sie Katzen zum Beispiel von gewissen Stellen abhalten, dann sollten Sie den Kaffeesatz einfach in eine Schale geben. Die Schale können Sie an jeder beliebigen Stelle auf Ihrem Grundstück aufstellen. Den Katzen ist es übrigens ganz einerlei, ob der Kaffeesatz trocken oder feucht ist, sie mögen beide Varianten nicht.
Auch frisch gehackte Zwiebeln oder Knoblauchzehen können im Garten ausgelegt werden. Beides verströmt Gerüche, welche Katzen überhaupt nicht mögen. Ein weiteres mögliches Mittelchen ist Apfelessig. Dieser sticht der Mieze in die Nase und sie nimmt Reissaus. Am besten in eine Sprühflasche füllen und die bevorzugten Stellen - NICHT DIE KATZE!, welche die Katze regelmässig aufsucht, damit befeuchten. Nach Regen muss man die Prozedur natürlich wiederholen.
Zitrus, Storchschnabel und Co.
Es gibt auch Gewächse, die für die zarten Katzennäschen ebenfalls unangenehm sind. Pflanzen mit Zitrusgeruch eignen sich zum Beispiel gut, der brennende Busch (Dictamnus) und der Zitronenstrauch (Aloysia triphylla) sind in Katzenkreisen unbeliebt. Ein sehr schöner Bodendecker, welcher hübsch anzuschauen ist und den es mittlerweilen in vielen verschiedenen Farben gibt ist der Storchschnabel (Geranium macrorrhizum).
Der Storchschnabel ist zudem eine Heilpflanze und hilft zum Beispiel gegen Durchfall, Ausschläge, Entzündungen und regt sogar den Kreislauf an. Der Storchschnabel kann man ganz normal als Tee verwenden. Dazu benutzt man das Storchenschnabelkraut. Auch als Tinktur oder Pulver kann man ihn einsetzen und hat ihn so jederzeit bequem zur Hand. Äusserlich eignet er sich besonders als Frischsaft. Wenn die frische Pflanze jedoch nicht vorhanden ist (z.B. im Winter), kann man stattdessen einen Tee aus dem getrockneten Kraut verwenden.
Keine samtpfotigen Fans hat auch die Weinraute (Ruta graveolens), aufgrund ihrer ätherischen Öle. Die Pflanze, welche auch Hildegard (von Bingen)-Kraut genannt wird, ist ebenfalls eine wertvolle Heilpflanze. Sie lindert zum Beispiel Verdauungsbeschwerden, Menstruations-, Kopfschmerzen und wird oft auch bei Wechseljahrbeschwerden und bei Rheuma eingesetzt.
Abdeckungen
Auf Nummer sicher geht man, wenn Beete (ab)gedeckt werden. So sind sie nicht nur vor Katzen geschützt sondern auch vor vielen anderen Ausseneinflüssen. Ob es ein Hochbeet mit Hebefenstern ist, oder eine einfache Abdeckung mit Lochfolie, alle Lösungen bieten schnelle Abhilfe. Lassen Sie sich im Gartenfachhandel beraten.
Finger weg von 'Katzenschreck' Lösungen
Im Fachhandel sind mittlerweilen unzählige Geräte im Umlauf. So gross ist offensichtlich die Nachfrage. Gerade Ultraschall und Hochfrequenzgeräte stören die gesamte Fauna. Zudem können diese Geräte auch für Menschen schädlich sein. Somit gilt: Was schadet gehört nicht in den Garten! Externe Artikellinks: 20 Minuten > Beobachter >
Outdoor Katzenklos
Es gibt Katzen, welche bevorzugt ihr Geschäft Draussen verrichten. Dafür ist ein wetterfestes Katzenklo natürlich das geeignetste Mittel. Im Einzelhandel erhältlich und bekannt ist uns folgendes Modell: Ferplast Katzentoilette Outdoor (http://www.zooplus.ch/shop/katzen/katzentoilette/haubentoiletten/haubentoiletten_besonders/593634). Zusätzlich erhielten wir Rückmeldungen, dass auch Hundebesitzer hoch erfreut über das Modell waren, da sie ansonsten ihren Hund nicht vom Katzenkot-Fressen abhalten konnten.
Outdoor Katzenklo - Marke Eigenbau
Mit etwas handwerklichem Geschick und gutem Willen können Sie in ihrem Garten zu einem kleinen Preis auch selber ein Katzenklo - oder bei mehreren Katzen auch gleich mehrere Katzenklos - einrichten. Dafür reicht zum Beispiel eine kleinere Sandkiste für Kinder oder eine Plastikwanne, die Sie mit lockerem Sand befüllen. Sie können auch herkömmliche Katzenklowannen (nur den unteren Teil ohne Rand) im Boden versenken und mit Sand auffüllen. Bei der 'Plastiklösung' denken Sie immer daran, zuerst Löcher in den Boden zu bohren. Als Bodenbelag eignet sich auch ein wasserdurchlässiges Flies. Besonders beliebt ist weisser Sand (Spielsand) welcher mit etwas Gartenerde durchmischt wird. Natürlich muss auch das Outdoor Katzenklo regelmässig gesäubert werden, entfernen Sie täglich den Kot, der Urin versinkt im Sand. Ein- bis zweimal jährlich (je nachdem, wieviel Sand Sie hineingeben) sollten Sie die gesamte Wanne ausgraben und den ganzen Inhalt austauschen. Idealerweise wird das Outdoor Klo überdacht, da Katzen ja bekanntlich keinen nassen Sand mögen.
Um zu vermeiden, dass der Sand weit verstreut wird, kann ein Rahmen oder auch gleich eine fixe Katzenklo Konstruktion über dem 'Sandkasten' angebracht werden. Am liebsten mögen es Katzen, wenn das stille Örtchen ruhig und versteckt liegt. Viele schützende Pflanzen und mindestens eine Rück- und eine Seitenwand machen das Katzenklo zum absoluten Renner. Befestigen Sie das Dach immer so, dass es leicht abnehmbar ist (um das Klo zu säubern) und auch leicht schräg und überstehend, damit Regenwasser ablaufen kann.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird ihre Katze Ihnen schon beim gesamten Bau über interessiert über die Schulter schauen! Achten Sie darauf, dass Sie sie während des Baus schon immer wieder auf den Sandplatz lassen und sie nicht vertreiben. Bestätigen Sie Ihre Katze mit lieben Worten und Streicheleinheiten, wenn sie Interesse für das neue Bauwerk zeigt. Sie können anfänglich auch ein wenig gebrauchten Katzensand und sogar Katzenkot im Outdoor Katzenklo platzieren, damit der 'Wink mit dem Zaunpfahl' noch eindeutiger wird.
Fertige Lösung: Kaufen Sie sich einen Kindersandkasten. Solche Modelle haben wir erfolgreich auch auf dem Aussengelände unseres Katzengnadenhofs Schnurrli in Sternenberg aufgestellt. Das Prinzip ist dasselbe, Wanne mit Löchern oder wasserdurchlässiges Flies am Boden auslegen und mit Sand befüllen.
Das Anlegen von Outdoor Katzenklos macht Spass, Ihre Vierbeiner und auch Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken und Sie können zu Recht stolz auf Ihre Meisterwerke sein. So stolz, dass Sie Ihren Nachbarn, welche sich beschwert haben, unbedingt die neu eingerichteten Konstruktionen zeigen. Dies wiederum führt dazu, dass diese sehen, dass ihr Anliegen ernst genommen wird und dass man sich bemüht, eine friedliche Lösung zu finden. Schlussendlich kommt ein harmonisches Zusammenleben vor allem unseren Samtpfoten zugute.

Informationen zum Artikel Views: 3612 Erstellt: 25.06.2018 Geändert: 27.06.2018 -
Büsi zugelaufen - was nun? Gerne fangen wir von ganz VORNE an:
Wir erhalten sehr viele Anfragen, bezüglich 'zugelaufener Katzen'. Handelt es sich wirklich um ein heimatloses Tier oder schlicht um ein verschmustes Büsi, welches gerne mal seine Runden im Quartier dreht und sich Streicheleinheiten bei ganz vielen 2-Beiner abholt?
Katzen mit einem Halsband und/oder Mikrochip, solche welche gut aussehen, also nicht abgemagert sind, schönes Fell haben und zutraulich sind, haben in der Regel ein Zuhause. Läuft eine Katze zu und bleibt auch Nachts (zum Beispiel im Garten/Sitzplatz) und scheint nicht wieder nach Hause zu gehen, sollte man als erstes in der Nachbarschaft nachfragen, ob jemand das Tier kennt. Bedenken Sie, dass Katzen grosse Reviere haben können und vielleicht nicht in unmittelbarer Nähe Daheim sind. Bitte füttern sie solche Tiere (erstmal) nicht!
Als Weiteres können Sie in der STMZ nach einer möglichen Vermisstmeldung suchen: Katze vermisst entlaufen Vermisstmeldungen (stmz.ch)
Idealerweise schiesst man auch schon ein paar gute Fotos und erfasst auf der STMZ eine Fundmeldung, wenn sich der Verdacht: Neumeldung Katze gefunden (stmz.ch)
Ändert sich das Verhalten, wirkt ein Büsi plötzlich magerer? Bleibt es tagelang? Dann bitte mal Futter und Wasser anbieten und sehen, ob es sehr hungrig ist. Wenn ja, sollte man dem unbedingt weiter nachgehen. WIE? Einen Chipleser besorgen und das Büsi auf einen Chip hin abscannen. Grundsätzlich sitzt ein Mikrochip immer linksseitig, auf Schulterhöhe. Jedoch kann er vereinzelt auch abwandern. So scannen wir alle Tiere praktisch von der Nasen- bis zur Schwanzspitze hin ab. Mikrochipleser erhalten Sie bei jedem Tierschutzverein oder fragen Sie einen Tierarzt. Auch die Polizei hat Chiplesegeräte zur Verfügung. Wird ein Chip gefunden, können Polizei, Tierärzte und Tierschutzvereine in der Datenbank ANIS den Tierbesitzer ermitteln.
Es gibt noch eine weitere, sehr gute Möglichkeit, Katzenbesitzer ausfindig zu machen. Am Besten ist, man legt der Katze ein Halsband an. Aber bitte nicht irgendeines, denn Halsbänder können für Katzen lebensgefährlich sein, wenn sie hängenbleiben oder sich darin verwickeln. Wir empfehlen ausschliesslich das cat-life Halsband mit Sicherheitsverschluss welches sich auf das individuelle Gewicht der Katze einstellen lässt. EIN HERZLICHES DANKESCHÖN AN DIESER STELLE GEHT AN DIE STMZ , WELCHE UNS FÜR GENAU SOLCHE FÄLLE VERSCHIEDENE cat-life HALSBÄNDER GESPONSERT HAT. Wenn die Katze zahm ist und sich hochheben lässt, Waage mit raus nehmen, mitsamt Büsi auf dem Arm auf die Waage, danach sich selber wägen und die Differenz ausrechnen. So erhält man das Endgewicht des Tieres. Manche Katzen lassen sich auch einfacher in eine Box setzen und dann wägen. Danach einfach das Leergewicht der Box nochmals nachwägen und vom Total abziehen. Viele Wege führen nach Rom... Danach das cat-life Halsband auf das Körpergewicht einstellen und unbedingt mit wasserfestem Filzstift seine Telefonnummer darauf schreiben. Danach das Halsband vorsichtig anlegen und abwarten! Gehört eine Katze jemandem und kommt sie plötzlich mit einem Halsband auf welchem eine fremde Telefonnummer steht, nach Hause, wird jeder Katzehalter sofort zum Hörer greifen, meinen Sie nicht auch?
Alternativ können Sie auch ein Halsband aus Papier 'basteln':

So konnten schon ganz schnell, ganz viele Katzenhalter gefunden werden, bevor weitere, aufwendige Schritte unternommen werden mussten.
Ganz wichtig: Wenn ein Tier offensichtlich verletzt oder sehr krank scheint - ab zum nächsten Tierarzt! Nicht noch lange Gedanken machen, wem das Tier eventuell gehören könnte. Ein Tierarzt kann auch gleich nach einem Chip suchen, den Halter eruieren, aber vor allem das Tier medizinisch untersuchen und versorgen.
Hilfe am Tier steht an oberster Stelle. Wenn es sich um ein zahmes, zutrauliches krankes, verletztes Tier handelt, kann man versuchen es in eine Transportbox zu setzen und in die nächste Tierarztpraxis fahren. Wenn es sich um ein verängstigtes, nicht an den Menschen gewöhntes Tier handelt, ruft man den nächsten Tierschutzverein oder den Tierrettungsdienst auf der 24-h Notfallzentrale: 044 211 22 22 an. Bitte immer vorsichtig sein, denn Tiere die Schmerzen haben, können auch zubeissen. Zudem nähert man sich einem Tier immer mit einer Strasse im Rücken, nicht dass es noch auf eine Strasse rennt und überfahren wird.
Wohlgemerkt, wir behandeln hier den Fall eines Haustieres. Wildtiere fallen in den Zuständigkeitsbereich der Wildhüter. Bei verletzten oder kranken Wildtieren ruft man am Besten gleich die Polizei 117 an.
Beispielfall Rocco
Rocco steht stellvertretend für unzählige weiter Büsifälle, welche uns erreichen. Rocco ist ein aufgeweckter, zutraulicher Kater, welcher regelmässig bei uns auf dem Hof vorbeischaut. Er sieht soweit gesund und munter aus, ist kastriert, scheint nicht hungrig, nicht unterernährt und macht überhaupt einen sehr guten Eindruck, so dass man davon ausgehen könnte, er zieht einfach seine Runde in seinem Revier und hat ein Zuhause. Speziell bei Rocco ist der amputierte Schwanz. Möglicherweise hatte er mal einen Unfall, der Schwanz ist fachgerecht entfernt worden, was ebenso für einen Halter spricht. Zumindest dass es mal einen Halter gab. Leider trägt er aber weder ein Halsband noch hat er einen Chip. Immer wieder ärgerlich, denn die Halter von Katzen mit Mikrochip können ganz einfach eruiert und kontaktiert werden. Deshalb ist es uns weiterhin ein RIESENGROSSES ANLIEGEN: Liebe Katzenhalter, bitte lasst Eure Büsis chippen.Im Fall Rocco kam jetzt aber dazu, dass wir ihn mit gekipptem Ohr antraffen. Kurz durchgecheckt sahen wir, dass er eine Ohrenentzündung macht und die gehört natürlich behandelt. So kam Rocco zum ersten Mal in den Genuss, gleich mit zum Tierarzt zu 'dürfen'. Jetzt war es uns ein dringendes Anliegen, den Halter zu finden und Klarheit zu haben. Zumal auch die Behandlung am Ohr täglich durchgeführt werden muss, wenn man ihm helfen will. Rocco lief ab dann mit dem Telefonnummerhalsband rum und er wurde natürlich von uns auch als Fundtier auf STMZ ausgeschrieben.

Die Besitzer konnten so gefunden werden. Sie haben gleich angerufen als sie die Telefonnummer auf dem Halsband sahen. Der Kater heisst Schnuggi, streunt fürs Leben gern und sei manchmal tagelang weg. Nun bleiben wir miteinander in Kontakt teilen uns die Behandlung seines Ohrs. Natürlich in solch einem Fall nicht vergessen, die Meldung auf STMZ wieder zu löschen.
Jede Spende – egal in welcher Höhe – hilft, die Versorgung all unserer Schützlinge zu sichern.
Jetzt schon recht herzlichen Dank!
Postkonto 80-21158-1
IBAN: CH57 0900 0000 8002 1158 1
Stiftung Katzenheim Schnurrli
8051 Zürich
PayPal: paypal@schnurrli.ch
Mehr Informationen zu Spendenmöglichkeiten finden Sie hier: http://www.schnurrli.ch/de/Wie-Sie-helfen-koennen
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Informationen zum Artikel Views: 2327 Erstellt: 13.05.2020 Geändert: 01.10.2021 -
Die Redewendung: Die Katze lässt das Mausen nicht.... gibt es nicht umsonst, denn viele lassen es nicht!
Wir werden oft aufgrund genau dieser Thematik kontaktiert. Da wir alle - nebst unserer Arbeit mit verschiedensten Katzen - auch privat Katzenhalter sind, ist uns das 'Problem' wohlbekannt und auch und tut jede Maus und auch jede andere Beute die unsere Samtpfoten mit nach Hause bringen unglaublich leid :(
ABER: es gilt zu beachten, dass unsere Katzen nunmal hochspezialisierte Beutegreifer sind und der entsprechende Jagdinstinkt ist ihnen angeboren. Selbstverständlich muss auch dieser Instinkt trainiert werden. Deshalb ist bei Freigängerkatzen oft zu beobachten, dass Kätzchen von ihrer Mutter zuerst tote und anschliessend lebende Beutetiere zum 'Üben' vorgelegt bekommen.
Auch der Mensch trägt dazu bei, indem er mit optischen Reiz-Spielzeugen mit der Katze 'spielt'. Dies ist auch richtig und wichtig, denn wenn Katzen ihr Beutefangverhalten nicht genügend ausleben können, kann dies zu Frustration und Aggression – auch dem Mensch gegenüber – führen. Das 'Spielen' mit der Katze baut einen wesentlichen Teil der angeborenen Triebenergie ab.
Somit kann nur der Mensch sich ändern, beziehungsweise sollte der Mensch sich schon vor der Anschaffung bewusst sein, dass er sich ein domestiziertes Raubtier zulegt, welches - sofern es Freigang erhält - unter Umständen auch ab und an eine Beute mit nach Hause bringen wird. Katzen sind Carnivoren, also reine Fleischfresser. Die Katze lässt sich nicht ändern, da es für sie absolut kein 'Problemverhalten' darstellt Beute zu schlagen. Dies gehört zu ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire und ist ohne den 'Dosenöffner' Mensch überlebensnotwendig.
Wichtig:
- nur hochwertiges Futter füttern*
* es gibt Studien welche vermuten lassen, dass Katzen, welche wenig wertvolle Nahrung erhalten, das Defizit gezwungenermassen mit natürlichem Protein ausgleichen und deshalb vermehrt Beute schlagen und fressen.
- nicht schimpfen (aber auch nicht loben), neutral bleiben
- regelmässig entwurmen
- die Katze mindestens 1x pro Jahr tierärztlich untersuchen lassen
Sollten Sie mit der Gesamtsituation weiterhin überfordert sein, empfehlen wir Ihnen, ausgebildete Tierärzte für eine Vor-Ort Einschätzung zu kontaktieren. Sie finden eine Adressliste hier: http://stvv.ch/de/Adressen

Informationen zum Artikel Views: 755 Erstellt: 24.02.2021 Geändert: 14.08.2023 -
Katzen brauchen Ruhe und Sicherheit, um die ungewohnte Belastung durch laute Böller und zischende Raketen zu verkraften. Auch eine Feier in der Wohnung mit knallenden Sektkorken und vielen Gästen kann für ein Tier grossen Stress bedeuten. Das Hörvermögen unserer Samtpfoten ist 5x grösser als bei uns Menschen und oftmal ist der Krach auch schon für uns fast unerträglich.
Sollten Sie viel Besuch erwarten, stellen Sie Ihrer Katze/Ihren Katzen einen eigenen Raum zur Verfügung. Wenn die Fenster etwas abgedunkelt, Futter, Wasser, Versteckmöglichkeiten und genügend Katzenklo's angeboten werden, haben die Tiere einen ruhigeren, eigenen Rückzugsort zur Verfügung. Auch Musik oder der Fernseher können helfen, Ihr Haustier vom Lärm des Feuerwerks abzulenken und diesen etwas zu übertönen, sofern die Tiere sich an diese Geräusche gewohnt sind.
Natürlich sollten Sie in regelmässigen Abständen nach Ihrer Katze sehen. Auch hilft es, Ihre Samtpfote bereits einige Tage vor der Knallerei an den "Ruheraum" zu gewöhnen, damit sie sich Tag des Geschehens nicht eingesperrt fühlt und dadurch unter Umständen noch mehr unter Stress gerät.
Katzen welche Freigänger sind, müssen unbedingt frühzeitig ins Haus genommen und die Katzenklappen sicher verschlossen werden. Zur Sicherheit empfehlen wir, einen schweren Gegenstand vor die Katzenklappe zu stellen. Es gab schon mehr als einen Vorfall, in welchen Katzen in Panik wortwörtlich mit dem 'Kopf durch die Wand - die Katzenklappe' gehechtet sind. Jedes Jahr steigen die Vermisst-Meldungen nach Festivitäten mit Feuerwerk markant an. Sollten Sie Ihre Katze trotz aller Vorkehrungen vermissen, vergessen Sie nicht, umgehend eine Meldung zu erfassen:

Auch wenn Ihre Katze Angst hat, sollte man versuchen, auf zu offensives Trösten zu verzichten und ihr, selbst wenn es schwer fällt, lieber etwas weniger Aufmerksamkeit schenken. Denn sonst glaubt das Tier aufgrund des ungewohnten Verhaltens seines Besitzers, dass tatsächliche Gefahr besteht. Lieber versucht man, die gewohnte Routine beizubehalten und sich möglichst normal zu verhalten. Im Notfall können auch mit Bachblüten für Katzen gute Ergebnisse erzielt werden. Sogenannte "Rescue"-Tropfen speziell für Tiere, ohne Alkohol, können über das Trinkwasser verabreicht werden und helfen, das Tier zu beruhigen. Am besten wird damit schon vor dem grossen Lärm begonnen.
Auch für unsere Umwelt sind die Feuerwerke eine Belastung. Das Bafu hat die Auswirkungen von Feuerwerken abgeklärt und kam zu folgendem Schluss: Bei grossen Feuerwerken ist die Feinstaubbelastung lokal beachtlich und kann bei empfindlich reagierenden Personen zu Atemwegsbeschwerden führen. Am Sichersten und Schönsten für unsere Vierbeiner wäre es natürlich, wenn generell auf Feuerwerk mit Lärmbelastung verzichtet würde.
Empfehlungen und Links:
Unterstützend und entspannend können auch homöopathische Mittel wirken. Auch der Tierarzt kann oftmals weiterhelfen. Mittel wie beispielsweise Zylkène haben in stressigen Phasen schon oft helfen können. Bedingung dabei ist jedoch eine Langzeitgabe und Wunder darf man auch bei Zusatzmitteln nicht erwarten.
Manche Katzenhalter schwören auch auf Feliway, andere benutzen den RelaxoPet, um Ihre Tiere zu beruhigen. Schlussendlich muss jeder Besitzer für sein Tier/seine Tiere die zu ihm passendste Lösung finden.

Informationen zum Artikel Views: 2366 Erstellt: 08.06.2018 Geändert: 30.12.2025
Aufgrund Neubau nur Kontaktformular
Postadresse bleibt bestehen:
Stiftung Katzenheim Schnurrli
Dübendorfstrasse 311
8051 Zürich
Katzengnadenhof Schnurrli
Gersterstrasse 2
8499 Sternenberg
Besichtigung nur nach telefonischer Vereinbarung.
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